Dielenboden

21 Jun

Der Dielenboden gehört zu den ältesten Formen des Holzbodens und wird auch Schiffs-oder Riemboden genannt. Der Boden besteht aus massiven Holzbohlen und unterscheidet sich vom Parkett durch die großformatigen Holzelemente, die auch Dielen genannt werden. Früher schnitt man die Dielen aus der Mitte der Holzstämme mit der Hand, das übernahmen ab 1850 die Holzsägemaschinen.

Der Unterschied zwischen Lang-und Kurzdielen

Es gibt zwei Sorten von Dielen: die Lang- und Kurzdielen. Während die Langdielen an zwei Seiten gespundet sind, haben Kurzdielen eine zusätzliche Spundung (Verbindung zwischen Nut und Feder). Die Kurzdielen sind aufgrund ihrer Länge einfacher handzuhaben als Langdielen.

Welche Dielenböden gibt es?

Es gibt unterschiedliche Dielen, die aus verschiedenen Holzsorten gefertigt werden, beispielsweise Bambus- und Eichendielen, wobei die Eichendielen am beliebtesten sind. Besonders schön sehen die Dielen aus, die ihre Farbtöne aufgrund des Sonnenlichts verändern. Des Weiteren sind auch die sogenannten Landhausdielen bekannt. Bei diesen Dielen sitzt ein Blatt, auch Massivholzplatte genannt, auf dem Trägermaterial aus Holz.

Vorteile

Der Vorteil an Dielenböden ist, das sie sehr hygienisch, pflegeleicht, langlebig, abschleifbar, feuchtregulierend sind und eine gute Wärmedämmung besitzen. Da das Holz arbeitet können Fugen und Risse in den Dielen entstehen.

Nachteile

Der Nachteil an den Dielenböden ist, dass sie Schall-und Trittgeräusche übertragen, aufwändig zu verlegen sind und für den Nassbereich nicht geeignet sind. Für die Fußbodenheizung sind Dielenböden auch nur bedingt geeignet.

Vorbeugungsmaßnahmen

Damit der Dielenboden nicht quillt, sollte man eine PE-Folie installieren. Empfehlenswert wäre es, wenn man den Boden direkt mit Lack versiegelt, um eventuellen Schäden vorzubeugen. Auf Dauer kann man dem jedoch nicht entgegenwirken, da Holz nun mal im Laufe der Zeit das Aussehen verändert und sich bei hoher Beanspruchung auch verformen bzw. reißen kann.

Dielenböden pflegen

Schmutz und Dreck kann man schnell mit einem Staubsauger entfernen lassen. Besonders hartnäckige Flecken kann man mit einem nebelfeuchtem Wischtuch auf den Pelz rücken. Die Dielen sollte man ebenso wachsen, da sich Massivholz gelegentlich abreibt. Natürlich kann man die Dielenböden auch restaurieren, indem man sie abschleift und mit Öl und Lasur nachbehandelt. So erhält der Dielenboden eine Frischkur.